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Horváth-Preis-Präsentation:

Horvath Preis

v.l. Thomas Orbig (Vereinigte Sparkassen Weilheim, Vorstand Horváth-Stiftung), Jürgen Mück (Direktor Sparkasse Murnau, Vorsitz Kulturbeirat Horváth-Stiftung), Mitglieder des Komitees: Georg Büttel (Künstlerischer Leiter Murnauer Horváth-Tage), Gabi Rudnicki (1.Vorsitzende Ödön-von-Horváth-Gesellschaft), Dr. Elisabeth Tworek (Leiterin Monacensia München), Christoph Süß, Dr. Michael Rapp


In Andenken an einen herausragenden Schriftsteller
Ödön-von-Horváth-Stiftung vergibt ab 2013 den Ödön-von-Horváth-Preis.

Murnau, 16. November 2012: Ödön von Horváth ist einer der „interessantesten und amüsantesten Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts“ (Marcel Reich-Ranicki, Schirmherr des Murnauer Horváth-Jahres 2001). Seine Hauptschaffensphase erlebte der Schriftsteller in Murnau. Dort veranstaltet die Ödön-von-Horváth-Gesellschaft alle drei Jahre ihm zu Ehren die Murnauer Horváth-Tage. In diesem Rahmen vergibt die Ödön-von-Horváth-Stiftung auf Anregung der Horváth-Gesellschaft 2013 erstmals den Ödön-von-Horváth-Preis.

Anlässlich des 50. Todestages Ödön von Horváths veranstaltete Murnau 1988 eine Horváth-Woche. Seit damals engagiert sich die Marktgemeinde in der Bewahrung des kulturellen Erbes des Weltliteraten und widmet ihm als einziger Ort weltweit eine ständige Ausstellung im Schloßmuseum. 2013 finden bereits zum fünften Mal die Murnauer Horváth-Tage statt.

In diesem Rahmen wird am 8. November 2013 erstmals der neu ins Leben gerufene Ödön-von-Horváth-Preis in zwei Kategorien vergeben: Die Ödön-von-Horváth-Stiftung verleiht in Zusammenarbeit mit der Ödön-von-Horváth-Gesellschaft ab 2013 alle drei Jahre einen Ehrenpreis für das Gesamtwerk ohne finanzielle Zuwendung sowie einen Förderpreis, der mit 5.000 Euro dotiert ist. Ziel des Preises ist es, Persönlichkeiten zu würdigen, die auf künstlerischem oder wissenschaftlichem Sektor durch ihre Tätigkeit zur Verbreitung und zeitgenössischen Umsetzung von Horváths Werk maßgeblich beitragen oder beigetragen haben. Des Weiteren würdigt der Preis Menschen, deren Wirken sich in besonderer Weise auf Ödön von Horváth bezieht. Der Ödön-von-Horváth-Preis unterstreicht die große Bedeutung des Schriftstellers. Er regt zur Beschäftigung mit seinen Themen und zur Diskussion gesellschaftlicher Entwicklungen an.

Die Preisträger bestimmt ein von der Ödön-von-Horváth-Stiftung eingesetztes hochkarätiges Preiskomitee. Die Preisträger werden berufen, eine Bewerbung ist nicht möglich. Der Ödön-von-Horváth-Preis wird unter anderen gefördert durch den Staatsminister für Kultur und Medien der Bundesregierung und die Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen.

Der Schriftsteller Ödön von Horváth (1901 – 1938) und der Ort Murnau am Staffelsee in Bayern sind eng miteinander verbunden. Der Sohn eines ungarischen Diplomaten wurde in Fiume (heute Rijeka, Kroatien) geboren. Sein erstes Lebensdrittel erlebte er aufgrund der Tätigkeit seines Vaters in Belgrad, Budapest, Pressburg, Wien und München. Von 1924 bis 1933 lebte und arbeitete Horváth – abgesehen von beruflich bedingten Aufenthalten in Berlin – überwiegend in Murnau im Haus seiner Eltern. Hier ließ er sich während seiner wichtigsten Schaffensphase von der Landschaft, von Ereignissen, persönlichen Erlebnissen und den Menschen zu einigen seiner bekanntesten Werke inspirieren – darunter die frühen Stücke „Zur schönen Aussicht“ und „Italienische Nacht“. Später flossen Elemente aus Murnau und Umgebung auch in das Drama „Der jüngste Tag“ und den Roman „Jugend ohne Gott“ ein.

Das Staatsministerium für Kultur und Medien unterstützt
den Murnauer Horváth-Preis

Horvath Preis