Ödön-von-Horváth-Gesellschaft
Medienresonanz 36 STUNDEN

Medienresonanz 36 STUNDEN


mit Pia Kolb & Max Pfnür

Stand: Juni 2017

Ein Salzburger Theater geht in die Offensive –
Horváths Text glänzt wie ein Sprach-Diamant
Andere ‚freie‘ Gruppen finden in der Offensive gastweise Heimat: Max Pfnür etwa kann seine eigenwillige Beschäftigung (…) mit Horváth hier weiterführen. Das Zwei-Personen-Stück ‚36 Stunden‘ nach Horváths erstem Roman, der Geschichte vvom Fräulein Pollinger, das wie in einer Nussschale schon ahnungsvoll spätere Fruenschicksale in Horváths großen Stücken aufzuheben scheint, glänzte wie ein wunderbar schillernder (Sprach-)Diamant. Auf einem schlichten Bühnenlaufsteg wechseln Pia Kolb und Max Pfnür oft im Nu still-virtuos ihre Charaktere. Es wäre schön, würde diese kostbare Produktion im Herbst wiederaufgenommen.“
(„Salzburger Nachrichten“, 7.6.2017)

Grandioses Solo für Zwei!
Begeisternd an der aktuellen Salzburger Theaterfassung ist nicht nur deren geradezu leichtfüßige Umsetzung (…), sondern gerade auch die „Theater-Fassung“ selber. (…) Diese tatsächlich „poetische“ Leichtigkeit im Sprachlichen setzen Pia Kolb und Max Pfnür auch im Darstellerischen virtuos um.
Die Männer sind reine Karikaturen, die Max Pfnür zusätzlich kräftig ins Bizarre überzeichnet – aber jeweils mit wenigen und leichten Pinselstrichen. Es wird in dieser hervorragenden Regie kein Schmäh – sei es darstellerisch oder sprachlich – breit ausgewälzt.
So, und nur so, bekommt der Witz Flügel um sich ehzeitig auch wieder verziehen und der Tragödie drunter Platz zu machen. Pia Kolbs Agnes ist eine Stille. Die Madonna vom Kunstdruck in ihrem verwanzten Zimmer scheint mit ihr auf Erden zu wandeln – bis ganz ohne Getue ganz andere Facetten sichtbar werden.

Ein fulminanter Theaterabend!

(„Drehpunkt Kultur Salzburg“, 11.5.2017)
„Die Uraufführung begeistert nicht nur mit großartigem Schauspiel, sondern auch mit homogen-modernem Gesamtkonzept: Ansehen, ansehen, ansehen.
In der Regie von Georg Büttel wurde 36 STUNDEN aus der uraufgeführten Taufe gehoben und das mit Pauken und Trompeten (Musik: Thomas Unruh, Dramaturgie: Jonas Meyer). Aus einem Duo wird binnen eines Augenaufschlags ein ausgewachsenes Ensemble. Das setzt auf Diversität und wechselt im Nanosekundentakt die verschiedensten Ebenen – egal in welchem Meta-Bereich es sich gerade tummelt. Licht und Musik stimmen ein und akzentuieren die verschiedenen Wandel, Traumsequenzen, Tragödien, Komödien – kurz: Szenen mit fein abgestimmtem und klug arrangiertem visuell-akustischen Plan.
Als naiv-fröhliche Agnes Pollinger (…) begeistert Pia Kolb. Mit ausdruckstarkem Mienenspiel lässt sie ihre Figur träumen und scheitern, Hoffnung schöpfen und wieder unsanft in der Realität aufprallen. Gleichzeitig überbietet sich Max Pfnür mit seinen sekündlichen Rollenwechseln, die er in so schnellem Tempo vollzieht, dass sie beinahe simultan erscheinen. (…) Eine ungeschönte Sozialstudie und Augenblicke der Hoffnung stehen einer großartigen sprachlichen Ausdruckskraft und beeindruckendem Schauspiel gegenüber. Ein faszinierendes Arrangement, dem Georg Büttels 36 STUNDEN eine wunderbare Tiefe und heiter-tragische Note verleiht.
(„what i saw from the cheap seats“ – der Salzburger Kulturblog, 9.5.2017)

„Eine unsentimentale, doch berührende Tragikomödie über die Sehnsucht und Suche der Menschen nach etwas Glück und Liebe in der hoffnungslosen Zeit der großen Weltwirtschaftskrise.
Mit betont spröder Sprache gewährt Horváth einen unverblümten Blick auf die Figuren, die durch das ungeschönte Aussprechen ihrer Gedanken und Träume schonungslos ihr unglückliches Leben ausbreiten. Wenige Requisiten, versteckt in kleinen Hockern, reichen Pia Kolb und Max Pfnür, um in die unterschiedlichsten Rollen zu schlüpfen. (…)Die Nähe zum Publikum sorgt für eine dichte, beklemmende Stimmung. Ödön von Horváth (…) legt die Motive und Lügen des Kleinbürgertums offen und zeichnet die einzelnen Figuren messerscharf und eindringlich. Max Pfnür war bereits 2016 mit der Theater-Fassung von Horváths letztem Roman „Ein Kind unserer Zeit“ äußerst erfolgreich unterwegs. Dank der Unterstützung der Ödön-von-Horváth-Gesellschaft Murnau wurde ihm nun diese Produktion ermöglicht.
(„Dorfzeitung Salzburg“, 16.5.2017)

Viel Applaus für Regisseur und Schauspieler!
(ORF Fernsehen, 9.5.2017)